Durch „Die Höhle der Löwen“ wurde das Startup „Bitterliebe“ berühmt. Doch nun versuchen Trittbrettfahrer im Internet, aus dem Ruf Kapital zu schlagen, indem sie lächerliche Fake-Stories und Photoshop-Montagen erstellen. Das Unternehmen sorgt sich um seinen Ruf.
Bitterliebe wird mit mieser Masche kopiert
Der große Durchbruch für das Mannheimer Start-up „Bitterliebe“ kam mit dem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ vor einem Jahr. Mit dem Einstieg von Judith Williams als Investorin werden die Tropfen mit den Bitterstoffen nun in Apotheken und online angeboten. Doch nun steckt das Unternehmen in Schwierigkeiten – ohne ersichtlichen Grund, außer dem Erbe der „Höhle der Löwen“.
Skurrile Werbung von Trittbrettfahrern
Seit einigen Wochen tauchen vermehrt Facebook-Werbungen auf, die aus der Popularität der Sendung, des Unternehmens und der Investorin Kapital schlagen wollen. Obwohl Judith Williams mit Bitterliebe-Flaschen abgebildet ist, wird jeder, der auf die Anzeige klickt, auf betrügerische Websites und Online-Shops weitergeleitet, die ganz andere Tropfen verkaufen. Andre Sierek, der Gründer von Bitterliebe, ist verärgert und sagt: „Es ist beunruhigend zu sehen, dass unehrliche Versuche unternommen werden, um von dieser Aufmerksamkeit zu profitieren.“ Die Kunden werden durch diese falsche Werbung gezielt zum Kauf teurer und minderwertiger Ware verleitet.

Absurde Versprechen zur Gewichtsabnahme
Der Gründer von Bitterliebe, Sierek, hält es für äußerst frustrierend, als Start-up-Unternehmen mit solch fragwürdigem Material in Verbindung gebracht zu werden. Laut Gesetz darf er nicht mit vermeintlichen Wunderwirkungen werben, sondern bietet sein Produkt als Nahrungsergänzungsmittel an. Seine Bittertropfen, die beim Verzicht auf Süßigkeiten helfen sollen, wirken sich sehr indirekt auf die Gewichtsabnahme aus. Bitterliebe hat Facebook bereits auf die falsche Werbung aufmerksam gemacht, aber das Start-up behauptet, dass mehr Konten erstellt als gelöscht werden.
Werbung genau prüfen und mit dem Original abgleich
Seit Jahren tauchen immer wieder betrügerische Anzeigen und fiktive Veröffentlichungen über angebliche Wunder aus der „Höhle der Löwen“ auf. Mal handelt es sich um fragwürdige Diätpillen, mal um eine garantierte Methode zum Reichwerden, auf die die Investoren der Sendung angeblich schwören. „Alle Beteiligten, auch der Fernsehsender, sind sich der Problematik bewusst. Leider können sich diese Betrüger der Strafverfolgung entziehen, weil sie ihren Hauptsitz im Ausland haben“, so die Sprecherin von Judith Williams. Er kann jedem Kunden nur raten, immer die Original-Webseiten der Start-ups zu prüfen.